Essais und Programmheftbeiträge

„Der 100. Geburtstag eines unmöglichen Kunstwerks. Zur Premiere von Richard Strauss‘ Die Frau ohne Schatten“, in: Die Wiener Staatsoper. Jahrbuch 2018, Wien 2018, 47–50.

„Psychoanalyse, Philosophie, Anthropologie und Ethnologie verdichtet der Librettist mit Mythen und Märchen zu einem dichten Gewebe an Verweisen und Bezügen. Wenn beispielsweise sogar Johann Jakob Bachofens „Mutterrecht“, eine Werk, das heute nur noch in Auswahlausgaben erhältlich ist, dabei aufscheint, zeigt dies wie reich die Quellen des Librettos wirklich sind. (48)

„Das Wechselspiel von Tragödie und Menschlichkeit in der Zwischenwelt von Bühne und Leben. Gottfried von Einem und das ästhetische Kreisen um Lebensthemen“, in: Stretta (März 2018), i. Dr.

„Benjamin Britten und die kreative Tragödie des Widerspruchs zur Welt. Ein Essay zum 100. Geburtstag des Komponisten“, in: Stretta (November 2013), 10–13

„Ein Compositeur à la mode im Strudel verworrener Zeiten?!“, in: Stretta (August/September 2013), 12–14.

„Psychopathologische Charakterkomödie der Charakterlosigkeit. Essayistische Suite über Alban Bergs Wozzeck“, in: Stretta (März 2013), 7–10.

„Artikulation des Unausprechlichen – Verbildlichung trotz Bildverbot. Anmerkungen zu Arnold Schönbergs abgeschlossenen Fragment Moses und Aron“, in: Stretta (März 2010),  4–7.

 

„Somit kann Moses und Aron …

„Ein kleines Wiener Welttheater zwischen Götterdämmerung, Maskenspiel und fröhlicher Apokalypse. Einige unverfänglich einführende Gedanken zur Musik“, in: Programmheft der Wiener Volksoper Kehraus um St. Stephan. Red.: Birgit Meyer, Wien 2009, 60–64.

„Dabei scheint in dieser reinen Musik ein Haken zu sein, ein düsterer Schatten scheint immerwährend über ihr zu schweben. am latentesten zeigt sich dies in der großen Schlussszene, wenn die drei „guten“ Menschen, angeführt von Othmars Monolog, nach einem Terzett gemeinsam mit dem Chor auf das ewige Leben anstoßen. Das fehlplaziert erscheinende, laut dröhnende Schlagwerk, dem sich die Sänger mit ihrem beinahme oratorischen Aphotheosenjubel entgegenlehnen, weist darauf hin, dass die gesamte Glorie nur eine fröhliche Apokalypse als Verbote einer Dämmerung zu einer Nacht darstellt, die den wahren, abscheulichen „Kehrhaus um St. Stephan“ mit sich bringen wird.“ (64).