Ad me ipsum

„Die moderne Gesellschaft steht in einem radikalen Verhältnis der Diskontinuität zu allen früheren Gesellschaftsformen, dass ihr noch keine adäquate Selbstbeschreibung gelungen ist.“[1]


Mag. Simon Haasis ist Musik- und Kulturwissenschaftler. Nach einer Berufsausbildung und kurzen Tätigkeit im Bereich der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung und Abitur auf dem zweiten Bildungsweg studierte er an der Universität Wien Musikwissenschaft mit freien Wahlfächern aus Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Philosophie, Kultur- und Geistesgeschichte, Germanistik und Musiktheorie. Dieses Studium schloss er 2011 mit einer Arbeit zu den beiden großen Opern Paul Hindemiths vor dem Hintergrund des musica mundana-Phantasmas mit Auszeichnung ab.

Derzeit befindet er sich in der Abschlussphase seiner Dissertation zur französischen Oper des ausgehenden 18. Jahrhunderts mit dem Titel Terreur agréable. Zur Poetik des Schrecklichen in den Tragédies lyriques des späten Ancien Régime 1767–1791. Zudem konzipiert er ein Forschungsprojekt zu Narrativen und Wissenschaftspoetik im Rahmen der Musikhistoriographie. 

Darüber hinaus beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit der Musik- und Kultur- und Ideengeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, kulturwissenschaftlichen Methodenfragen, Wissenschaftsgeschichte und-theorie (nicht nur) der Musikwissenschaft und Fragen der Gender- und Gay-Studies. Er ist als Vortragender im In- und Ausland tätig und rezensiert auf seinem Blog (kultur)wissenschaftliche Literatur. Er blickt auf kulturjournalistische Tätigkeiten zurück und lehrte zuletzt an der Universtität Wien im Sommersemester 2016 im Rahmen einer Vorlesung und Übung zur französischen Oper.


[1] Niklas Luhmann: „Die Tücke des Subjekts und die Frage nach den Menschen“, in Peter Fuchs und Andreas Göbel (Hg.), Der Mensch – das Medium der Gesellschaft, Frankfurt am Main 1994, 47.