„Die moderne Gesellschaft steht in einem radikalen Verhältnis der Diskontinuität zu allen früheren Gesellschaftsformen, dass ihr noch keine adäquate Selbstbeschreibung gelungen ist.“[1]
Auch wenn der Hinweis Niklas Luhmanns zu denken gibt, möchte ich dennoch den Versuch einer Selbstbeschreibung unternehmen:

Mein Name ist Simon Haasis. Ich bin Musik- und Kulturwissenschaftler mit einer vielleicht zu großen Leidenschaft für Literatur, Philosophie und Wissenschaftstheorie. Geboren bin ich 1985 in Balingen und aufgewachsen in Albstadt. Nach der Mittleren Reife, einer Berufsausbildung und kurzen Tätigkeit im Bereich der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung erwarb ich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Darauf studierte ich in Wien Musikwissenschaft mit freien Wahlfächern aus Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Philosophie, Kultur- und Geistesgeschichte, Germanistik und Musiktheorie. Daneben zeitweise auch Ägyptologie und Orientalistik (Altoriantalistik). Mein musikwissenschaftliches Studium schloss ich 2011 an der Universität Wien mit einer Arbeit zu den beiden großen Opern Paul Hindemiths vor dem Hintergrund des musica mundana-Phantasmas mit Auszeichnung ab.
Derzeit beende ich die Arbeit an meiner Dissertation zur französischen Oper des ausgehenden 18. Jahrhunderts mit dem Titel Terreur agréable. Epistemik und Poetik des Schrecklichen in den Tragédies lyriques des späten Ancien Régime 1767–1791. Zudem konzipiere ich ein Forschungsprojekt zu Narrativen und Wissenschaftspoetik im Rahmen der Musikhistoriographie.
Darüber hinaus beschäftigte ich mich schwerpunktmäßig mit der Musik-, Kultur- und Ideengeschichte des 18. und des 20. Jahrhunderts, etwa bis zu den 80er Jahren, kulturwissenschaftlichen Methodenfragen, Wissenschaftsgeschichte und -theorie (nicht nur) der Musikwissenschaft. Ich bin als Vortragender im In- und Ausland tätig und rezensiert auf meinem Blog (kultur)wissenschaftliche Literatur. Ich blicke auf kulturjournalistische Tätigkeiten zurück und lehrte zuletzt an der Universtität Wien im Sommersemester 2016 im Rahmen einer Vorlesung und Übung zur französischen Oper.
[1] Niklas Luhmann: „Die Tücke des Subjekts und die Frage nach den Menschen“, in Peter Fuchs und Andreas Göbel (Hg.), Der Mensch – das Medium der Gesellschaft, Frankfurt am Main 1994, 47.
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