„Hast Du schon den neuen Chef gesehen…?“

Der Soziologe Niklas Luhmann gehört unangefochten zu den großen Wissenschaftlern, die die deutsche Forschungslandschaft trotz aller Einschränkungen, die sie ihnen gerne schafft, hervorgebracht hat. Er steht wohl gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Theodor W. Adorno oder Hans Blumenberg, die sich neben Naturwissenschaftlern niemals zu verstecken brauchen – ein Konkurrenzverhältnis besteht schließlich nicht – exemplarisch als Vorbild für einen jeden jungen denkbegeisterten Menschen da.  Nicht zuletzt mit letzterem Philosophen eint Luhmann sein Zettelkasten, der bis zu seinem Tod 1998 auf 90.000  Zettel angewachsen war. Ein Kompendium um das die Erben Luhmanns mit Leidenschaft stritten.

Der wohlfeile von Jürgen Kaube bei Suhrkamp herausgegebene Band Der neue Chef bringt nun drei gesammelte Aufsätz des Ausnahmewissenschaftlers. Zwei sind zu Lebzeiten von Luhmann in zwei für ihn typisch entlegenen Publikationsorganen erschienen und beim dritten Beitrag handelt es sich um ein bislang unpubliziertes Typoskript, welches der Herausgeber, der dem Band auch ein Nachwort beigegeben hat, für den hier vorgelegten Erstdruck bearbeitet hat.

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