Die Leiden-Schaft zum Latein

Cover_Nicola Gardini_Latein lebt

 

Jede und jeder, die oder der einmal ein kulturwissenschaftliches Fach studiert hat und nicht selten gezwungen durch den jeweils geltenden Studienplan in entsprechenden Einführungskursen zur lateinischen Sprache gesessen hat, die oder der weiß, dass man nicht selten sich dabei ertappt hat dieser Sprache alles Schlimme dieser Erde an den Hals zu wünschen. Es ist aber nicht die Hoffnung aufzugeben, dass aus dem anfänglichen Hass eine Liebe für’s Leben werden kann. So zumindest ging es dem Verfasser dieser Zeilen.

Gerade deswegen beglückt das am 13. Dezember 2017 beim Hause Rowohlt erschienene Buch des in Oxford als Professor für Italienisch und Vergleichende Literaturwissenschaft lehrenden Nicola Gardini im höchsten Maße bereits durch seinen Untertitel „Von der Schönheit einer nutzlosen Sprache“. Wer sich mit den Kulturleistungen der Menschheit beschäftigt – und dies im schlimmsten Falle auch noch „professionell“ tut -, der wird immer wieder an diesen neuralgischen Punkt kommen, an dem die Feststellung offen liegt: „Kultur“, was auch immer hinter diesem Terminus stecken mag, ist nutzlos, aber ohne sie wäre die Menschheit irgendwie am Ziel vorbeigeschossen.

In circa drei Wochen finden Sie auf diesem Blog eine Besprechung dieses Buches.

Nicola Gardini: Latein lebt. Von der Schönheit einer nutzlosen Sprache. Aus dem Italienischen von Stefanie Römer, Reinbek bei Hamburg 2017.

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