„Der Meister von Meßkirch“ (Staatsgalerie Stuttgart)

Ansicht Staatsgalerie

Die Große Landesausstellung 2017 Baden-Württemberg in der Staatsgalerie Stuttgart widmet sich unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 188 Exponaten dem Meister von Meßkirch in einer ersten umfassenden monographischen Ausstellung. Dessen Schaffen ist sonst in alle Winde über Europa und die USA verstreut und wurde für diese Schau zusammengetragen und gegenüber Zeitgenossen Albrecht Altdorfer, Hans Baldung Grien, Lucas Cranach dem Älteren und Albrecht Dürer kontextualisiert.

Vieles liegt diesen herausragenden Künstler seiner Zeit betreffend im Dunkeln der Geschichte. Thomas Manns mittlerweile geflügeltes Wort vom tiefen Brunnen der Vergangenheit trifft hier vollauf zu. Was von dieser Person zurückbleibt, und mit Martin Heidegger gesprochen, vielleicht auch nur eine Rolle spielt, sind seine 90 erhaltenen Tafelbilder von denen die meisten wohl im Auftrag des Adelshaues von Zimmern entstanden.

Christiane Lange, die Direktorin der Staatsgalerie, bringt das spannungsvolle Moment dieser Schau auf den Punkt, indem sie darauf verweist, dass die Große Landesausstellung auf den bedeutenden Werkgruppen gründe, die sich in der Sammlung des Hauses befänden. Bereits 1866 sei mit der Tafel „Der Heilige Benedikt als Einsiedler im Gebet“ von 1540 ein Schlüsselwerk aus der Spätzeit des Künstlers erworben worden. Dank der Kulturstiftung der Länder und einem weiteren Fördergeber sei es 2012 möglich gewesen den „Wildensteiner Altar“ anzukaufen, der den Höhepunkt, so Lange, der Präsentation bilde.

Eine Besprechung der noch bis 2. April 2018 finden Sie aller Vorrausicht nach am 3. Januar auf diesem Blog.

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